|
Meine Idee ist, Jugendlichen, die mit Film und Kunst Berührungsängste haben oder die denken, dass sie keine Film machen können, in Workshops anzuleiten. Es sind alles Jugendliche, die selbst nie auf die Idee kämen, einen Film für ein Festival zu drehen. In den Workshops lernen sie, dass auch sie kleine Geschichten oder Reportagen filmisch produzieren können. Und dies mit der einfachsten Technik, mit der sie täglich umgehen und oft schon Video gedreht haben, das Handy. Bisher wird einfach “Draufgehalten” und auch vom Thema werden meistens nur Parties oder Entlgeisungen der Freund auf Parties gefilmt. Hier eignet sich das Handy besonders. Dass sie aber auch mit dem Handy filmisch ihre eigenen Ideen und Geschichten erzählen können, wisen die wenigsten, weil es sie es nie gezeigt bekommen haben. Handy Videos als eigenständiges Kunstform. Übeall auf der Welt gibt es oder entstehen Handy Film Festival. Nur es gibt sehr wenige Workshops, die Jugendliche anleiten, wie man “richtig” eine Film erzählt. Was ist die Grundlage des Films, Kameraführung, Einstellungsgrößen, Schauspielerführung, Szenenauflösung und dann der Scnitt mit Vertonung, Soundeffekten, all das sind Grundlagen um seine Geschichte filmisch umzusetzen. Eigentlich gehört das Handy in den Kunstunterricht an allen Schulen. Hier setzen meine Workshops an.
Das erste Handy Film Festival steht unter dem Thema: “Action statt Gewalt”. Weil es zum 10jährigen Jubiläum des Fördervereins Sicherer Landkreis Heidenheim e.V. veranstaltet wurde und in enger Zusammenarbeit der Landespolizeidirektion Heidenheim Abteilung Prävention.
Gewalt ist für viele dieser Jugendlichen ein Thema, ich war erstaunt wie offen und direkt sie mit diesem Thema umgehen. Mit ein wenig Unterstützung entstanden tolle kleine Geschichten. Die Ideen stammen von den Jugendlichen, ich habe sie nur dramaturgisch verbessert. Unter meiner Anleitung drehten sie alle Clips selbst. Beim Schnitt hat der Eine oder Andere seine Stärke und Leidenschaft entdeckt und sehr intensiv mitgewirkt. Leider fehlte die Zeit, um sie noch stärker im Schnitt mit einzubeziehen.
Ein dickes DANKESCHÖN an alle JUGENDLICHEN, and die UNTERSTÜTZER, die direkt oder indirekt das Projekt förderten und ermöglichten! Besonderen Dank gilt Ines Reichle für die Charts in den Clips und Kim Hartmann, die mich in der Nacht vor dem Festival, bis morgens um 04 Uhr 30 unterstützte und den Willkommens-Chart zum Festival kreierte.
Die Workshops in Heidenheim und im Libanon bestätigen meine Idee, wie wichtig es ist, Jugendlichen zu ermutigen, dass sie selbst Ideen haben und dass sie diese auch filmisch umsetzen können. Was ihnen fehlt ist fachliche Unterstützung, Geduld und dass man sie ermutigt, es auszuprobieren. Film übt nach wie vor eine starke Faszination aus und mit der Handy Technologie, die in den nächsten Jahren noch stärker Richtung Video und TV gehen wird, gibt es das einfachste, filmische Medium. Qualität steht auch für mich nicht an erster Stelle, sondern das Erlernen von Geschichten erzählen. Gibt man den Jugendlichen eine qualitätiv hochwertigere Ausrüstung an die Hand und die Qualität wird automatisch besser. Was bleibt ist die Kunst im Film Geschichten zu erzählen, und mir kommt es darauf an, loszulegen, sich nicht verströsten zu lassen, bis man sich eine bessere Technik leisten kann. Außerdem Jugendliche denken hier anders, für sie ist das Handy Bestandteil ihres Alltags! Und was man mit Hands für phantastische Filme realisieren kann, zeigt das Pocket Film Festival in Paris, das jährlich im Centre Pompidou, Paris statt findet. Christoph Helmholz
|